Jakoby: „Residenz“ belebt und bereichert
Von einem „Herzstück in der Stadt“ spricht Bürgermeister Peter Jakoby.
Von einem Areal, das die Kommunalpolitiker schon vor geraumer Zeit unter die gedanklich planerische Lupe genommen hätten. Flankiert von der stets gleichlautenden Nachfrage vieler Heusenstammer: "Was soll denn dort passieren?" Jetzt endlich, so der Verwaltungschef, weiche die Theorie der Praxis.
Heusenstamm (DZ/kö) - Auf dem besagten, zirka 1.800 Quadratmeter großen Grundstück, gelegen zwischen Frankfurter Straße und Pfortenstraße, könne sich der Bautrupp ans Werk machen und die "Residenz Stadtgarten" errichten. In einer Pressekonferenz nannte Jens Holzmann, Geschäftsführer des in Dreieich ansässigen Bauträgers "Holzmann-Massivbau", die Kerndaten des Projekts. Bis zum späten Frühjahr 2013 sollen 26 Eigentumswohnungen, verteilt auf drei Häuser, für die Zielgruppe "50 plus" fertiggestellt werden. Das Vorhaben ist mit einer Investitionssumme von rund 5,5 Millionen Euro veranschlagt worden.
Sobald das Gelände freigeräumt ist (bislang war dort, an der Frankfurter Straße, eine "Schlecker"-Filiale ansässig), kann die Neugestaltung beginnen. 2012 wird das Ensemble in die Höhe wachsen. In seiner Überleitung zur Präsentation der Pläne erinnerte Jakoby an die Vorgeschichte. Auch andere Optionen, beispielsweise die Ansiedlung einer Behörde oder eines Lebensmittel-Vollversorgers, seien mit Blick auf die attraktive Lage, nur ein paar Schritte von der Altstadt entfernt, angedacht und durchgespielt worden. Doch Einwände hätten die Oberhand behalten. Behörde: kein belebender Faktor für die Innenstadt. Großer Markt: zu wenig Anlieferfläche und Parkraum. Dass letztendlich die Variante "seniorengerechtes Wohnen" den Zuschlag erhalten habe, freue ihn sehr. "Das wird eine große städtebauliche Bereicherung", prophezeit Jakoby. Vorzüge aus seiner Sicht: Auf die große Wohnraum-Nachfrage im wachsenden Bevölkerungssegment der (Jung-)Senioren werde reagiert mit dem Ansatz "mittendrin - kurze Wege". Das garantiere privaten Nutzen, "doch eben nicht ausschließlich. Auch die öffentliche Infrastruktur profitiert", betonte der Bürgermeister. Boris Vetter, führender Kopf des Unternehmens "Vetter & Partner®", das sich um den Verkauf der Wohneinheiten kümmern wird, skizzierte die Planung wie folgt: Zwei Läden im Erdgeschoss des "Hauses A" sollen die Angebotspalette entlang der Ortsdurchfahrt aufwerten. Vertragsabschlüsse gebe es noch nicht, doch die Sondierung zur Frage "Was wird benötigt und was zieht Kunden an?" habe bereits begonnen. Zudem, so Vetter, werde das "Forum 50 plus" von der Frankfurter Straße aus zugänglich sein. Sprich: Ein Gemeinschaftsbereich für die Bewohner der "Residenz", der zugleich der Allgemeinheit dienen und als Plattform für Information und Kommunikation (Vorträge, Lesungen) genutzt werden solle.
Eine hochwertige Ausstattung mit Fußbodenheizung, elektrischen Rollläden und anderen Annehmlichkeiten, basierend auf einem rollstuhlgerechten Zuschnitt der Wohneinheiten: Diese Planung werde umgesetzt, kündigte Architekt Frank Wilde an. Er machte aufmerksam auf ein angedocktes Domizil der Caritas, die ambulante Pflegeleistungen anbieten werde - individuell abrufbar, je nach Bedarf. Gruppieren soll sich das Baukörper-Trio um den namensgebenden Clou schlechthin: Um eine begrünte Fläche, den "Stadtgarten", der auf dem Parkdeck im Innenhof entstehen wird, konzipiert als "Ruhe-Oase" für die Bewohner der Anlage. Entstehen werden Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen im Spektrum zwischen 60 und 120 Quadratmeter. Ein Verkaufspreis von rund 2.500 Euro pro Quadratmeter dient als Richtwert. Wer sich näher informieren möchte, erreicht Ansprechpartner bei "Vetter und Partner®" unter der Rufnummer (06103) 804990.
Clou der "Residenz" à la Heusenstamm: Ein "Stadtgarten" wird auf dem Parkdeck der Wohnanlage entstehen. "Grüne Momente" im Innenhof des Ensembles... bis Frühjahr 2013 soll sich der Plan zur Realität mausern. (DZ-Foto: vp)