Wohnen in zentraler Lage - Sanierte Wohnräume im Herrenhaus ergänzen das Neubauprojekt
Insgesamt 16 Eigentumswohnungen entstehen auf dem Gelände des Bromhofes an der Hauptstraße. Das alte Herrenhaus wird saniert.
Von Manfred Becht
Eschborn. Geeignet seien die Wohnungen für alle Altersgruppen, sagt Heiko Saßmannshausen, Prokurist des Immobilienunternehmens Vetter & Partner®, das die Wohnungen vermarktet. Das Wort "Mehrgenerationenhaus" benutzt er nicht so gerne, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Freilich wird nicht jeder 50-Jährige glücklich darüber sein, wenn er hört, dass er als Angehöriger der "Zielgruppe 50-Plus" zur Klientel eines auf Seniorenimmobilien spezialisierten Unternehmens gehört.
Den künftigen Käufern der Wohnungen kann das natürlich egal sein. Wichtiger ist diesen wohl, dass sie in zentraler Lage wohnen - sowohl der historische Ortskern wie auch der Bereich um das Rathaus sind fußläufig erreichbar. Ob man Fußbodenheizung und Gartenanteil möchte, ob man auf einen Gemeinschaftsraum und bodengleiche Duschen Wert legt - das ist eher Geschmacksache.
Leisten können muss sich ein Käufer die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen schon. Zwischen 3300 und 3500 Euro muss er pro Quadratmeter auf den Tisch legen, die kleinste der Wohnungen wird etwa 192 000 Euro kosten. Dafür bekommt er einen Anteil an einem Gebäude, dessen Heizenergieverbrauch 30 Prozent unter den gesetzlich vorgegebenen Obergrenzen liegt. Sieben Wohnungen werden in einem an der Straße gelegenen viergeschossigen Gebäude untergebracht, wobei das oberste Stockwerk ein als Penthouse ausgebautes Satteldach ist. Neun Wohnungen entstehen an der jenseitigen Grundstücksgrenze in einem dreigeschossigen Bau. Für beide Häuser zusammen gibt die in Gronau ansässige Vastbau GmbH etwa 4,8 Millionen Euro aus.
"Schlichter Barockbau"
Was die Sanierung des einstigen Herrenhauses kostet, das zwischen den beiden neuen Komplexen steht, ist völlig offen. Das Gebäude stand lange leer, Rückschlüsse auf die Bausubstanz lässt der äußere Eindruck kaum zu. Aber auch dort sollen Wohnungen entstehen. Die Sanierung des Hauses erfolge in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden, betont Saßmannshausen. Wie es im Denkmalbuch des Main-Taunus-Kreises heißt, handelt es sich um einen "schlichten, wohlproportionierten Barockbau". Die beiden Obergeschosse auf dem hohen Sockel sind in Fachwerk konstruiert, das aber verputzt ist und wohl künftig wieder verputzt werden muss.
Während die neuen Wohnungen Ende 2014 fertig sein sollen, lässt sich für das Herrenhaus eine solche Prognose kaum abgeben. Aber mit der Entkernung soll demnächst begonnen werden. Unklar ist, wie alt das Haus eigentlich ist. Im Denkmalbuch heißt es, die Anlage stamme aus dem 18. Jahrhundert, nach Saßmannshausens Informationen wurde das Haus aber im frühen 19. Jahrhundert gebaut. Irritierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass im Denkmalbuch ein Torbau mit Fachwerk des 18. Jahrhunderts sowie Scheune und Stallungen in Wort und Bild erwähnt sind, beides aber abgebrochen wurde.
Heiko Saßmannshausen macht klar, dass diese Gebäude wegen ihres Zustandes nicht mehr erhaltenswert waren. Die Nebengebäude hätten auch nicht unter Denkmalschutz gestanden, erklärt Kreishaus-Pressesprecher Johannes Latsch. Somit hat also alles seine Ordnung.
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Eschborn. Geeignet seien die Wohnungen für alle Altersgruppen, sagt Heiko Saßmannshausen, Prokurist des Immobilienunternehmens Vetter & Partner®, das die Wohnungen vermarktet. Das Wort "Mehrgenerationenhaus" benutzt er nicht so gerne, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Freilich wird nicht jeder 50-Jährige glücklich darüber sein, wenn er hört, dass er als Angehöriger der "Zielgruppe 50-Plus" zur Klientel eines auf Seniorenimmobilien spezialisierten Unternehmens gehört.
Den künftigen Käufern der Wohnungen kann das natürlich egal sein. Wichtiger ist diesen wohl, dass sie in zentraler Lage wohnen - sowohl der historische Ortskern wie auch der Bereich um das Rathaus sind fußläufig erreichbar. Ob man Fußbodenheizung und Gartenanteil möchte, ob man auf einen Gemeinschaftsraum und bodengleiche Duschen Wert legt - das ist eher Geschmacksache.
Leisten können muss sich ein Käufer die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen schon. Zwischen 3300 und 3500 Euro muss er pro Quadratmeter auf den Tisch legen, die kleinste der Wohnungen wird etwa 192 000 Euro kosten. Dafür bekommt er einen Anteil an einem Gebäude, dessen Heizenergieverbrauch 30 Prozent unter den gesetzlich vorgegebenen Obergrenzen liegt. Sieben Wohnungen werden in einem an der Straße gelegenen viergeschossigen Gebäude untergebracht, wobei das oberste Stockwerk ein als Penthouse ausgebautes Satteldach ist. Neun Wohnungen entstehen an der jenseitigen Grundstücksgrenze in einem dreigeschossigen Bau. Für beide Häuser zusammen gibt die in Gronau ansässige Vastbau GmbH etwa 4,8 Millionen Euro aus.
"Schlichter Barockbau"
Was die Sanierung des einstigen Herrenhauses kostet, das zwischen den beiden neuen Komplexen steht, ist völlig offen. Das Gebäude stand lange leer, Rückschlüsse auf die Bausubstanz lässt der äußere Eindruck kaum zu. Aber auch dort sollen Wohnungen entstehen. Die Sanierung des Hauses erfolge in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden, betont Saßmannshausen. Wie es im Denkmalbuch des Main-Taunus-Kreises heißt, handelt es sich um einen "schlichten, wohlproportionierten Barockbau". Die beiden Obergeschosse auf dem hohen Sockel sind in Fachwerk konstruiert, das aber verputzt ist und wohl künftig wieder verputzt werden muss.
Während die neuen Wohnungen Ende 2014 fertig sein sollen, lässt sich für das Herrenhaus eine solche Prognose kaum abgeben. Aber mit der Entkernung soll demnächst begonnen werden. Unklar ist, wie alt das Haus eigentlich ist. Im Denkmalbuch heißt es, die Anlage stamme aus dem 18. Jahrhundert, nach Saßmannshausens Informationen wurde das Haus aber im frühen 19. Jahrhundert gebaut. Irritierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass im Denkmalbuch ein Torbau mit Fachwerk des 18. Jahrhunderts sowie Scheune und Stallungen in Wort und Bild erwähnt sind, beides aber abgebrochen wurde.
Heiko Saßmannshausen macht klar, dass diese Gebäude wegen ihres Zustandes nicht mehr erhaltenswert waren. Die Nebengebäude hätten auch nicht unter Denkmalschutz gestanden, erklärt Kreishaus-Pressesprecher Johannes Latsch. Somit hat also alles seine Ordnung.